Eine Infrarotheizung an der Decke zu montieren bringt mindestens 7 Vorteile mit sich. Es scheint zunächst ungewohnt eine Deckenmontage bei einer Heizung vorzunehmen. Denn bislang kennen wir nur Fußbodenheizungen oder klassische Heizkörper an der Wand und haben mit einer Infrarotheizung an der Decke noch keine Erfahrungen gesammelt. Wir bringen Ihnen daher auch gern Informationen über die grundlegenden Vorzüge von Infrarotheizkörpern näher.

Doch welche Probleme löst eine Infrarotheizung an der Decke bzw. was sind nun die 7 Vorteile der Deckenmontage?

Infrarotheizung an Decke anbringen

Infrarotheizung an der Decke – 7 Vorzüge der Deckenmontage

Sehr platzsparend – die Wände bleiben frei

Im Gegensatz zu einem klassischen Heizkörper bleiben Ihre Wände mit einer Infrarotheizung an der Decke komplett frei. So ist mehr Platz für Deko oder ein schönes Bild an der Wand. Dies ist besonders in kleinen Räumen ein großer Vorteil, denn dort beeinträchtigt ein großer Heizkörper an der Wand oftmals die Atmosphäre im Raum.

Gleichmäßige Wärme im gesamten Raum

Durch eine Deckenmontage der Infrarotheizung sorgen Sie für einen möglichst großen Abstrahlwinkel der Wärmewellen. Es stehen keine Möbelstücke wie Schränke oder Stühle im Weg, die eine Ausbreitung der Infrarotstrahlen verhindern. Am besten montieren Sie die Infrarotheizung zentral an der Decke oder in der Nähe, aber nicht direkt über, Ihres gewöhnlichen Aufenthaltsorts, z.B. einer Sitzecke.

Wärme- und Lichtquelle – Infrarotheizung mit Licht

Eine Infrarotheizung an der Decke kann nicht nur eine Wärme- sondern auch Ihre neue Lichtquelle sein. So entfällt die Überlegung wie Sie eine parallele Deckenmontage von Infrarotheizung und Deckenleuchte sinnvoll vornehmen. Eine zentral an der Decke montierte Infrarotheizung mit Licht löst beide Probleme auf einen Schlag.

Warme Füße, auch ohne Fußbodenheizung

Wenn Sie eine Infrarotheizung an die Decke montieren sorgt dies auch für einen warmen Fußboden. Infrarot Wärmewellen breiten sich 3-4 Meter in einem Abstrahlwinkel von mindestens 120 Grad aus. Und Infrarotstrahlung erwärmt nicht die Luft, sondern alle Gegenstände wie Wände oder eben den Fußboden. Bei einer Deckenmontage zentral im Raum wird so auch der gesamte Fußboden aufgewärmt was besonders im Winter angenehm ist. Auch nach dem Abschalten der Infrarotheizung an Ihrer Decke gibt der Fußboden passiv weiter Wärme ab.

Unauffällige Wärmequelle

Da Infrarotheizungen eine sehr flache Bauweise haben fallen Sie bei einer Deckenmontage kaum auf. Einigen Ihrer Gäste wird eine Infrarotheizung an der Decke wohl gar nicht auffallen oder sie wird mit einer großen Lampe verwechselt. Denn besonders die edlen Varianten aus Glas haben Ähnlichkeit mit einer Deckenleuchte.

Ideal im Bad, Wellnessbereich oder über dem Wickeltisch

Insbesondere nach einer warmen Dusche, früh am Morgen nach dem Aufstehen oder über dem Wickeltisch Ihres Babys ist eine Infrarotheizung an der Decke ein Traum. Sie spendet wohlige Wärme und Energie oder hält Ihr Baby zuverlässig warm. Infrarotstrahlen sind auch im Gesundheitsbereich schon lange etabliert, denn sie lockern Muskeln und Verspannungen und fördern die Durchblutung.

Kein Kontakt mit der „heißen“ Oberfläche möglich

Infrarotheizungen werden auf Ihrer Oberfläche bis zu 100° warm. Bei kurzen Berührungen entstehen hier keine Verbrennungen, doch bei kleinen Kindern die länger darauf greifen wird es schon kritischer. Eine Infrarotheizung an der Decke löst dieses kleine Problem automatisch, denn sie ist außer Reichweite von Kindern.

Infrarotheizung Deckenmontage – worauf ist zu achten?

Bei einer Deckenmontage der Infrarotheizung wirken logischerweise stärkere Kräfte als bei der Montage an der Wand. Daher ist es wichtig, hochwertiges und sicheres Montagematerial zu verwenden. Vom Hersteller der Infrarotheizung wird in der Regel ein passendes Deckenmontage Set mitgeliefert. Falls nicht finden Sie entsprechende hochwertige Sets auch bei Onlinehändlern.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung zur Deckenmontage, inklusive Video, finden Sie z.B. bei Heatness.

Nachfolgend finden Sie unsere 5 Tipps zur Deckenmontage einer Infrarotheizung.

Deckenmontage nur bei einer Raumhöhe von 2,30 bis 4 Metern

Sind Ihre Räume weniger als 2,30 Meter hoch, fühlen Sie sich durch die extreme Nähe zur Infrarotheizung an der Decke eventuell „erdrückt“. Bei einer Höhe von über 4 Metern, z.B. in Altbauten, kommen hingegen nur relative schwache Wärmestrahlen bei Ihnen an. Eine Infrarotheizung Deckenmontage macht daher am meisten Sinn bei einer normalen Raumhöhe von ca. 2,50 Metern. Dann spüren Sie angenehme Wärmestrahlen und auch Ihr Fußboden wird erwärmt.

Die richtige Leistung bestimmen

Die Leistung der Infrarotheizung bestimmt sich hauptsächlich über die Qualität der Dämmung und die Anzahl der Außenwände. Aber natürlich spielt auch die Raumgröße ein wichtige Rolle. Unser Heizlastrechner hilft Ihnen dabei, schnell und einfach die richtige Wattzahl zu bestimmen. In unserem weiterführenden Artikel erfahren Sie mehr zum Infrarotheizung Verbrauch und den laufenden Stromkosten.

 

Den idealen Montageort wählen

Gut platziert ist eine Infrarotheizung mittig an der Decke. Die Wärmestrahlen können dann in den ganzen Raum ausströmen und für ein angenehmes Raumklima sorgen. In größeren Räumen ist es ratsam zwei Infrarotheizungen mit jeweils der Hälfte der benötigten Leistung zu installieren, z.B. eine in der Nähe des Sofas und das zweite Modul in der Nähe des Essbereichs.

Die Deckenmontage einer Infrarotheizung mit über 1000 Watt sollte allerdings nicht direkt über sondern etwas neben z.B. dem Sofa platziert werden. Sonst wird es unter Umständen zu warm.

Tipp: Eine Infrarotheizung mit der gesamten benötigten Leistung zentral an der Decke montieren oder zwei Infrarotheizkörper mit jeweils der Hälfte der benötigten Leistung im Raum verteilen.  

Montageanleitung des Herstellers genau beachten

Die jeweiligen Aufhängungen von Infrarotheizungen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller leicht. Deswegen sollten Sie die Anleitungen zur Deckenmontage aufmerksam lesen und genau befolgen, denn nur so ist ein sicherer Betrieb gewährleistet. Erwähnt ein Hersteller die Deckenmontage nicht explizit, ist dieses Modell wahrscheinlich auch nicht dafür geeignet. Im Zweifel holen Sie sich einen Fachmann ins Haus um auf Nummer sicher zu gehen.

Falls Sie ein NoName-Produkt kaufen und die Infrarotheizung an der Decke montieren möchten sollten Sie das Montagematerial genau prüfen. Wenn es Ihnen nicht hochwertig vorkommt besorgen Sie sich im Baumarkt lieber gute Dübel und Schrauben.

Infrarotheizung Deckenmontage – direkt oder über Seilaufhängung

Bei der direkten Montage der Infrarotheizung an der Decke sollten zwischen der Oberfläche des Heizkörpers und der Decke rund 5 cm Abstand liegen. Die Oberfläche kann bis zu 100 Grad warm werden und sollte daher nicht mit etwas Entflammbaren in Kontakt kommen. Auf der Rückseite werden Infrarotheizkörper nur ca. 50 Grad warm, weshalb keine Brandgefahr besteht.

Wenn Sie eine schöne Infrarotheizung aus Glas an der Decke aufhängen möchten, können Sie diese auch etwas prominenter an einer Seilaufhängung anbringen. Über dem Ess- oder Wohnzimmertisch wird diese so zum optischen Highlight.

Thermostate zur Steuerung bedenken

Bevor Sie eine Infrarotheizung an der Decke montieren bedenken Sie auch den Einsatz eines Thermostats. Nur über die Steuerung per Thermostat lässt sich eine Infrarotheizung effizient einsetzen. Sie können z.B. einen Temperaturbereich oder einen Zeitraum festlegen, in dem die Heizung laufen soll. Für die Deckenmontage empfiehlt sich ein Thermostat mit Funk.

Wann sollte eine Infrarotheizung nicht an die Decke?

Wenn Sie eine Infrarotheizung gekauft haben, um feuchte Wände trocken zu legen macht eine Deckenmontage weniger Sinn. Am besten platzieren Sie Ihre Infrarotheizung dann so, dass sie der feuchten Wand gegenüberliegt. So ist es der Infrarotheizung möglich Wärmewellen direkt auf die feuchte Wand abzustrahlen und diese so zu trocknen. Trockene Wände dämmen zudem besser, was den weiteren Heizbedarf senkt.