Eine Heizkörperverkleidung kommt immer dann infrage, wenn Sie der Anblick Ihres Heizkörpers stört. Vor allem, wenn es sich noch um ein sehr altes Modell handelt, kann es unansehnlich werden. Aber auch, um den Wohnraum einem bestimmten Stil anzupassen, kommen Heizkörperverkleidungen zum Einsatz.

Heizungsverkleidungen gibt es aus vielen Materialien und in vielen Designs. Es gibt z.B. eine freistehende oder magnetische Heizkörperverkleidung für Rippenheizkörper. Wir stellen Ihnen hier jetzt 5 beliebte Materialien einmal genauer vor. Neben gutem Geschmack ist allerdings auch ein wenig Geschick gefragt, denn die eigentliche Funktion der Heizung sollte nicht eingeschränkt werden.

Im Folgenden wollen wir die Vor- und Nachteile der 5 Materialien betrachten und auf die Montage eingehen.

Die Vorteile einer Heizkörperverkleidung

Eine Heizungsabdeckung kann natürlich Vorteile haben. In der Regel sind es optische Aspekte, die Sie zum Anbringen einer Abdeckung bewegen. Gerade als Mieter sind Ihnen die Hände gebunden, was das Aussehen der Heizkörper angeht. Einfaches Austauschen gegen schönere Modelle ist nicht so einfach. Gerade Vermieter übernehmen hierfür keine Kosten, wenn das Vorgängermodell noch seinen Dienst erfüllt.

Das ist auch schon einer der Vorteile, die eine Heizungsabdeckung bietet: Es handelt sich um eine einfache und kostengünstige Methode alte Heizkörper optisch aufzuwerten. 

Sanieren oder austauschen ist teuer und mit erheblichem Aufwand verbunden. Neben der Optik kommen aber noch andere Vorteile ins Spiel: Mit einer Heizkörperabdeckung schaffen Sie unter Umständen auch neue Sitz- oder Stellflächen, die vorher nicht dagewesen sind.

5 Materialien und deren Vor- & Nachteile

Eine Heizkörperverkleidung kann aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Hier gibt es diverse Vor- oder Nachteile, je nachdem, wofür Sie sich entscheiden.

1. Heizungsabdeckung aus Holz

Das Material Holz ist in diesem Zusammenhang besonders beliebt. Es ist stabil und sorgt für eine warme und gemütliche Optik. Wenn Sie durch die neue Abdeckung für neue Stell- oder Sitzflächen sorgen wollen, dann ist Holz das richtige Material. Allerdings speichert Holz viel Wärme, die sich eigentlich im Raum verteilen soll. Wenn Sie sich für eine Abdeckung aus Holz entscheiden, so sollten Sie auf ausreichend Belüftungsmöglichkeiten achten.

2. Heizkörperverkleidung aus Edelstahl

Eine Edelstahlverkleidung wirkt ausgesprochen edel und erweist sich in der Praxis als sehr pflegeleicht. Nebenbei heizt sich das Material auf und kann die Wärme später an den Raum abgeben. Aber auch hier gilt: Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung. Im Handel sind Abdeckungen aus Edelstahlplatten erhältlich, die mit ausgestanzten Löchern geliefert werden.

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Kleider machen eben auch Heizkörper. #sentimo #diy #heizkörperverkleidung

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3. Heizungsverkleidungen aus Acrylglas

Acrylglas hat einen großen Vorteil: Es leitet die Wärme des Heizkörpers ohne Verlust weiter. Sie benötigen bei einer Heizungsverkleidung aus Acryl somit keine Lüftungsschlitze, was der Optik sehr entgegenkommt.

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#heizkörperverkleidung ##inneneinrichtung #innenarchitekt

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4. Heizkörperverkleidung aus Rattan

Rattan ist bei Inneneinrichtungen ohnehin ein gern gesehen und bietet sich auch für Heizkörper an. Das luftdurchlässige Material ermöglicht eine hervorragenden Luftzirkulation womit es als Heizkörperverkleidung bestens geeignet ist.

5. Heizkörperabdeckung aus Stein

Genau wie bei Holz, sind meist optische Beweggründe vorhanden, wenn Sie sich für eine Abdeckung aus Stein entschließen. Stein bietet die notwendige Stabilität, um Sitz- und Stellflächen zu schaffen. Für die richtige Energieeffizienz sind ausreichend Lüftungsschlitze unentbehrlich. Wer nur die besondere Optik von Steinen erzeugen möchte kann auch eine magnetische Heizkörperverkleidung in Steinoptik, z.B. von Tchibo nutzen.

Montage und Einbau der Heizkörperverkleidung

Die Montage und der Einbau einer Heizkörperverkleidung variieren. Zum einen muss die Verkleidung selbst berücksichtigt werden, zum anderen ist entscheidend wo im Raum der Heizkörper angebracht ist und wie die Rohre verlaufen. Es ist darauf zu Achten, dass die Belüftung nach Anbringen der Verkleidung noch ausreichend gewährleistet ist. Rohre und Leitungen dürfen nicht beschädigt werden und natürlich sollten Sie danach noch Zugang zum Thermostat haben.

Auf einfache Anwendung achten

Besonders an kalten Tagen im Winter ist es empfehlenswert, die Heizkörperverkleidung einfach abzunehmen. Am besten achten Sie darauf bereits während der Montage. Die Verkleidung sollte schnell zu entfernen und ebenso schnell wieder zu montieren sein.

Worauf sollten Sie schon beim Kauf achten?

Die Heizkörperverkleidung sollte natürlich den Wohnraum entsprechend ausgesucht werden. Der Hauptgrund, um einen Heizkörper zu „verstecken“ oder zu „tarnen“, ist dessen Optik. Daher müssen Sie darauf achten, dass die neue Verkleidung zum Einrichtungsstil des Zimmers passt.
Außerdem ist es wichtig, dass je nach verwendetem Material die richtige Belüftung vorhanden ist. Denn die Heizung soll nach der Verkleidung ja noch ihren ursprünglichen Zweck erfüllen und die Heizkosten nicht in die Höhe treiben.

Nachteile einer Heizkörperverkleidung

Sie können machen, was Sie wollen: Wenn Sie ihren Heizkörper verkleiden, müssen Sie stets mit Wärmeverlusten rechnen. Selbst, wenn Sie physikalisch und thermisch optimierte Heizkörperverkleidungen verwenden, erleidet die Heizung einen Wärmeverlust von drei bis sieben Prozent. Und das ist nur die Theorie. Der tatsächliche Verlustwert kann durchaus höher sein.

Natürlich können Sie zu hohe Wärmeverluste schon von Beginn an vermeiden. Die Zirkulationswege der warmen Luft müssen frei bleiben, unabhängig von dem verwendeten Material. Bei Stein oder Holz müssen die Luftschlitze und freibleibenden Flächen größer sein als bei Metallen wie Edelstahl oder Aluminium.

Fazit: Bei Heizkörperverkleidung den richtigen Mittelweg finden

Es gilt den richtigen Mittelweg aus einer ansprechenden Optik und guten Energieeffizienz zu finden. Dabei spielen nicht nur Material und Design, sondern auch eine einfache Montage und Demontage eine Rolle. Metall, Rattan und Acryl haben eine gute Energieeffizienz. Holz und Stein versprechen eine schöne Optik, sind darüber hinaus stabiler und bieten dadurch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Natürlich spielt auch der Preis eine entscheidende Rolle. Es ist für einen geübten Heimwerker durchaus möglich, solch eine Konstruktion in Eigenregie vorzunehmen. Dann allerdings muss die Energieeffizienz noch mehr beachtet werden. Denn vorgefertigte Heizungsabdeckungen, wie sie im Handel erhältlich sind, haben meist schon die benötigten Freiräume und Lüftungsschlitze eingebaut.