Flohbefall kann ganz schön an die Nerven gehen und leider auch an die Gesundheit. Zwar sind typische Infektionsherde wie Pest und Typhus durch die medizinischen Fortschritte überwunden. Dennoch können auch heute noch allergische Reaktionen und der Bandwurm am Ende der Fahnenstange stehen, von dem für Mensch und Tier schwer zu ertragenden Juckreiz ganz zu schweigen, den ihre Bisse verursachen. Flöhe gelangen besonders durch Katzen, Hunde und befellte Kleintiere ins Haus.

Haben die Tiere keinen Zugang mehr zum Wirt, dann sind die Menschen an der Reihe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Wohnung schützen können und wieder frei von den ungeliebten Plagegeistern werden können. Weitere Optionen zur Flohbekämpfung lesen Sie auf der Seite Flöhe bekämpfen. 

Hygiene ist das A und O

Flöhe nisten bevorzugt in Teppichen, Textilien, Gardinen und Bodenritzen, wo sie die besten Überlebenschancen haben. Während sich die ausgewachsenen Lebewesen vom Blut der Wirtstiere ernähren, sind die Larven bereits mit mikroskopischem organischen Material zufrieden. Das Weibchen kann 50 Eier am Tag legen. Die Verpuppungsphase der Larven dauert bis zu zwei Jahre. Nach einem Schlüsselreiz wie einer leichten Bodenerschütterung wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, das heißt, die Flöhe werden auf einen Schlag aktiviert.

Wer die Wohnung beständig sauber hält, trägt stark dazu bei, dass sich die Flöhe nicht vermehren können. Der erste Tipp an dieser Stelle: Flöhe überleben problemlos den Saugvorgang und leben im Bauch des Staubsaugers bzw. Saugroboters weiter, den sie schnell wieder verlassen können. Deshalb empfiehlt es sich, nach dem Saugen den Inhalt des Saugbehälters zu entsorgen. Da Flöhe auch Polstermöbel und Betten lieben, sollten diese bei der Wohnungsreinigung miteinbezogen werden. Bei Befall sollten Sie unbedingt auch ihr Kissen waschen

Die tägliche Haarpflege ist auch mit Blick auf die Flöhe wichtig, denn Flöhe lieben die Schuppen auf den Haaren. Auch Altkleidung ist ihnen willkommen, was übrigens ein Grund für den originellen Namen des „Flohmarkts“ ist, auf dem bekanntlich viele Altkleider den Besitzer wechseln. Doch auch hier kommt man mit einer gewissenhaften Reinigung weiter.

Bereits ein Waschgang ab 60 Grad macht den Flöhen den Garaus. Die Hitze ist zudem ausreichend dafür, auch mögliche Larven abzutöten, die sich in der Kleidung eingenistet haben. Die Wirkung der Hitze gegen Flöhe lässt sich zudem noch an anderer Stelle einsetzen, und zwar mit dem Dampfreiniger an den von den Flöhen bevorzugten Stellen.

Hunde sollten ebenfalls aufgrund der Flohgefahr regelmäßig gebadet werden. Katzen mögen ein Bad bekanntlich weniger. Sie sind selbst dazu fähig, sich regelmäßig zu säubern. Für die Prophylaxe gegen Flöhe reicht die Katzenwäsche freilich nicht aus. Hier hilft ein spezieller Flohkamm weiter, der sowohl für Katzen als auch Hunde geeignet ist.

Tipps und Tricks gegen Flohbefall

Nicht alle Bewohner greifen gern zum schweren Geschütz in Form von Insektiziden und Pestiziden. Vor allem Hunde, Katzen, Hamster und Meerschweinchen vertragen die chemischen Keulen nur schlecht. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn diverse Hausmittel haben sich als ähnlich wirkungsvoll gegen Flöhe erwiesen. So wirkt Essig abstoßend auf die Parasiten, sodass es hilft, die bevorzugten Niststellen der Flöhe mit einem Spray einzusprühen, das jeweils zur Hälfte aus Essig und Wasser besteht. Mit Lavendel und ätherischen Ölen kann die Wirkung des Sprays noch verstärkt werden. Alternativ kann die Zitrone auch im Wasser gekocht, für eine Nacht ziehen gelassen und am nächsten Tag in die Sprühflasche überführt werden.

Auch auf bestimmte Gewürze reagieren Flöhe empfindlich. Dazu gehören Lavendel, Thymian, Salbei und Rosmarin. Die Gewürze lassen sich in eine Sprühdose überführen, sind aber auch gut dafür geeignet, um auf die neuralgischen Stellen im Haus aufgetragen zu werden.

Direkt gegen das Leben der Flöhe gerichtet sind Salze und Kieselgur, die den Organismus des Flohs austrocknen. Salz kennt jeder, Kieselgur ist ebenfalls ein weißes Pulver, das aus zerkleinerten Schalen von Kieselalgen besteht. Das Salz oder Kieselgur kann direkt auf die bevorzugten Flohstellen gestrichen werden. Wirksam ist eine Kombination mit einer Lichtfalle, denn Licht zieht Flöhe ähnlich an wie Motten. Für die anziehende Wirkung genügt bereits ein Teelicht. Unter die Lichtfalle kann auch eine Tinktur aus Wasser und Spülmittel Platz finden. Diese tötet die Flöhe ähnlich effektiv ab.